Eine Bildergeschichte

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Die letzten Wochen war sie stur! Wo bleibt die Sommersonne nur?
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Wenn dunkle Wolken sich vermischen, kann Katze sich ja nur verkriechen.
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Und auch den Kult ums runde Leder versteht in unsrem Fall nicht jeder. „Sei’s drum“, so denkt sich Finchen hier, „wenns Frauchen g’fällt, trag ich’s zur Zier.“
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Alsbald, so reift der Dosi’s Schluss: ‚Wo Sonne fehlt, man reisen muss!‘ Der Kater sucht es zu verhindern, doch kann’s die Reiselust nicht mindern!
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Kaum sind die Herren aus dem Haus, lebt Katz‘ und Maus in Saus und Braus.

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Nach Tagen stellt sich dann die Frage, warum die Herrschaft es wohl wage, die Katzen hier allein zu lassen, es ist ja wirklich nicht zu fassen! Doch halt: Nach vier der Tage hier, da öffnet plötzlich sich die Tür. Sie sind zurück! Und gib drauf Acht: Sie haben etwas mitgebracht!
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Zwar sind die Chips für Katzen nicht und auch schon leer die Tüte, doch Finchens Neugier für sich spricht: Sie schaut, ob noch ein Rest sich biete.
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Die Reddy nimmt jetzt in die Pfot‘, was Tom nicht konnte unterbinden: Sie nimmt auf meinen Schuhen Platz, um einen Fortgang zu verhindern!
 

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Und die Moral von der Geschicht‘ : Lass allein die Katzen nicht, denn da sind sie wirklich eitel! Ansonsten zieh’n sie dir nen Scheitel … 😉

Pah!

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Es ist erstaunlich, welch‘ überaus menschlichen Züge so ein Katzentier an den Tag legt. „Beleidigt sein“ wurde vom Katzengeschlecht entweder perfektioniert oder erfunden – so genau weiß das keiner. Ein beeindruckendes Beispiel findet sich hier: Pah! weiterlesen

Komm! Jetzt! Da! Raus! („umgekehrte“ Psychologie)

Der Tierarztbesuch steht an. Besondere Aufmerksamkeit ist geboten und „umgekehrte Psychologie“erforderlich. Katzenpersonal nickt jetzt wissend / mitleidig / lächelnd. Da vermutlich die meisten Leute, die einen Katzenblog lesen, ohnehin Katzenbesitzer sind, schließe ich diesen Beitrag mit den Worten: Gott sein Dank wieder daheim. Es war unblutig. Für mich, nicht für die Tierärztin… Komm! Jetzt! Da! Raus! („umgekehrte“ Psychologie) weiterlesen

Währenddessen im Wohnzimmer…

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Während ich mich beim einschlafen noch frage, welche Geschichte ich wohl als nächstes aus der Katzen-WG zu PC bringen möchte, wird mir nachts die Antwort auf einem Silbertablett geliefert:

1:14 Uhr. Eben habe ich noch geträumt, als mich ein Geräusch weckt und meine ungläubige Aufmerksamkeit erregt:

„Rutsch!“

„Klong!“

„Tribbel, Tribbel, Tribbel!“

„Rutsch!“

„Klong!“

„Tribbel, Tribbel, Tribbel!“

Ich höre eine Weile zu und versuche einzuordnen, was ich da höre. Etwas kleines rutscht über das Wohnzimmerparkett und stösst irgendwo an. Jemand rennt hinterher. Wieder rutscht es. „Klong!“

Leute, das ist doch jetzt nicht euer Ernst!? Es ist mitten in der Nacht; was zum Teufel ist so spannend, dass man es jetzt jagen muss? Ich habe einen leisen Verdacht und steige aus meinem schönen, warmen, weichen Bett.

Tatsächlich! Auf dem Wohnzimmertisch liegt fein säuberlich durchlöchert die Tüte Gummibärchen, die sich mein Angetrauter am Abend zwecks kulinarischer Entspannung mit vor den Fernseher genommen hat. Die Gummibärchen liegen verstreut auf dem Tisch  und auch auf dem Boden haben sich welche eingefunden; die werden nun durch die Wohnung gejagt.

Die Täter sind schnell ermittelt: Tom und Finchen sitzen gerade auf dem Wohnzimmertisch und schlecken sich die Mäuler. Als ich auf sie zukomme, türmen sie zwar vom Tisch aber meinen (letztlich erfolgreichen) Versuch, die restlichen Gummibärchen in Sicherheit zu bringen versucht Tom zu vereiteln, indem er mit Pfoten, Mäulchen und aller Kraft immer wieder versucht, doch noch eines für sich zu stibitzen. Ich wehre seine Bemühungen ab, währenddessen Finchen ihrerseits von der anderen Seite des Tisches ihren großen Kopf in Richtung Gummibärchen reckt. Was für ein unglaublich verfressenes Volk Katzen doch sind!

Wenn ich daran denke, wie hinterhältig sie sich zum Beispiel tief schlafend stellen und das duftende Abendessen ignorieren um dann genau den Moment abzupassen, in dem ich links meine Gabel halte auf der etwas leckeres aufgespiesst ist und dabei kurz nach rechts in den Fernseher schaue: „Zuppel, Renn, Schmatz!“ ; dann wird mir wieder die Raffinesse der felinen Spezies bewusst. Und meine Unaufmerksamkeit.

Sind Gummibärchen eigentlich gefährlich für Katzen? Schokolade ist es, soviel steht fest. Und zu meiner Überraschung las ich erst vor kurzem, dass manche Katzen offenbar auch Nüsse mögen und fressen dürfen. Finchen ist nämlich der Feinschmecker in der WG: Walnüsse sind ein willkommener Snack, Haselnüsse dagegen erfreuen sich nicht all zu großer Beliebtheit. Jaja, ganz das Frauchen!

Ich sammle die Gummibärchen ein, die auf Tisch und Boden rumliegen und lasse die schmatzenden Katzen im Wohnzimmer zurück um ins Bett zu gehen.

Udate: Offenkundig schaden Gummibärchen nicht; das muntere Katzenvolk empfängt mich auch heute morgen wieder mit großem Hunger.

Und der Haifisch, der hat Zähne

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Ich spaziere am Esszimmertisch vorbei. Etwas kleines, längliches erregt meine Aufmerksamkeit. Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine Katzenkralle, man kann ganz deutlich am oberen Ende so eine Art Gelenk erkennen.

Die Vermutung drängte sich mir auf, nachdem sich unser Tom vor einigen Jahren bei einem Kratzbaumunfall weh tat und dabei eine Kralle seiner linken Vorderpfote verlor. Der Tierarzt musste die Kralle entfernen und gab mir das Corpus Delicti mit nach Hause.

Aber irgendwas an diesem Ding hier ist anders; es ist nicht so gebogen. Es sieht aus wie….. ein Zahn! Das Gelenk ist eine Zahnwurzel!

Katzeninspektion: Finchen, Tom und Gill liegen schläfrig im Wohnzimmer herum und lassen sich widerstandslos das Mäulchen aufhebeln. Finchens Fangzähne blinken mich an. Mann, sind die groß, von der möchte ich bestimmt nicht gebissen werden! Gill und Tom sind auch noch im Vollbesitz ihrer beissigen Kräfte. Reddy scheidet aus; unsere Katzenoma hat keinen einzigen Zahn mehr. Was sie aber nicht daran hindert die Mäuse, die Gill ihr gelegentlich mit nach Hause bringt, wie eine bayrische Weißwurst quasi zu „zuzeln“ und sie dabei auf das dreifache ihrer Länge zu ziehen! Im Ernst, ich wusste nicht, dass Mäuse so dehnbar sind. Da bleibt nur noch Tabea. Ihr mussten vor Jahren wegen einer nicht zu bändigenden Zahnfleischentzündung sämtliche Zähne gezogen werden, bis auf die Fangzähne. Derer hatte sie vier. Bis jetzt. Die dreizahnige Katze bedenkt mich eines bösen Blickes, als ihr ins Mäulchen gucke, tut aber ansonsten nichts. Schmerzen hat sie also keine, das ist wichtig.

Mein Angetrauter sagte, Tabea hätte wohl einen kleinen Kampf gehabt. Zumindest habe er gesehen, dass sich eine große, schwarzweiße Katze auf unserer Treppe eingefunden hätte um offenbar Stunk zu machen. Das muss ein Neuer sein, ich habe bisher hier noch keine schwarzweiße Katze gesehen. Es kommt immer mal wieder vor, dass eine tollkühne Samtpfote meint, in das WG-Revier eindringen zu müssen, aber Vorsicht: Hier regieren die Wahnsinnigen mit eiserner Pfote! Diverse Fellbüschel im Garten und gelegentlich die eine oder andere Schramme künden von einer regen Vorliebe für Zweikämpfe und Gruppenprügeleien. Die Schwarzweiße kommt vermutlich auch nicht mehr, denn laut der Aussage des mir angetrauten Augenzeugen hat unser Finchen den Reviereindringling sehr böse und nachhaltig angeknurrt! Zudem ist sie eine imposant große Katzenerscheinung. Das wirkt! Das ist in etwa so wie der Moment, in dem einem ein Hühne von Mann mit grimmigem Gesichtsausdruck auf der Strasse begegnet und man augenblicklich die Strassenseite wechselt. Man will gar nicht wissen, ob er „eigentlich ein ganz Lieber“ ist; er sieht gefährlich aus. So ist Finchen. Nur fluffiger.

Da ist unser Terrorkrümel also einem Terroranschlag auf seine Person zum Opfer gefallen! Gott sei Dank nur mit geringem (Zahn)Verlust, da der Zusammenhalt in der Katzen-WG beispiellos und das Revierverhalten von Raubtieren (auch von ganz kleinen) instinktiv ist.

Dem Fressen hat das im Übrigens keinen Abbruch getan: der Terrorkrümel kaut Wurst und Fleisch in allen Variationen. Und da sie nur sehr selten grinst, sieht man nicht, dass sie nur noch 3 Zähne hat. Den vierten werde ich mir vergolden und als Kettenanhänger tragen. Haifischzahn kann ja jeder.