Guantanamo

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Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel von unserer Katzensitterin: ‚Ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, aber eure Katzen sind die reinsten Ausbrecherkönige.‘

„Das hast du dir selbst zuzuschreiben!“ Der WG-Älteste schaut kurz vom Pfoten lecken hoch und bedenkt mich eines müden Blickes.

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Mittagsschlaf?

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Mittagspause. Nachdem ich meinem Angetrauten ein üppiges Mahl bereitete, strecken wir beide uns auf unserer einladend großen Couch aus und halten ein Schläfchen. Zumindest haben wir das vor. Mittagsschlaf? weiterlesen

Und der Haifisch, der hat Zähne

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Ich spaziere am Esszimmertisch vorbei. Etwas kleines, längliches erregt meine Aufmerksamkeit. Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine Katzenkralle, man kann ganz deutlich am oberen Ende so eine Art Gelenk erkennen.

Die Vermutung drängte sich mir auf, nachdem sich unser Tom vor einigen Jahren bei einem Kratzbaumunfall weh tat und dabei eine Kralle seiner linken Vorderpfote verlor. Der Tierarzt musste die Kralle entfernen und gab mir das Corpus Delicti mit nach Hause.

Aber irgendwas an diesem Ding hier ist anders; es ist nicht so gebogen. Es sieht aus wie….. ein Zahn! Das Gelenk ist eine Zahnwurzel!

Katzeninspektion: Finchen, Tom und Gill liegen schläfrig im Wohnzimmer herum und lassen sich widerstandslos das Mäulchen aufhebeln. Finchens Fangzähne blinken mich an. Mann, sind die groß, von der möchte ich bestimmt nicht gebissen werden! Gill und Tom sind auch noch im Vollbesitz ihrer beissigen Kräfte. Reddy scheidet aus; unsere Katzenoma hat keinen einzigen Zahn mehr. Was sie aber nicht daran hindert die Mäuse, die Gill ihr gelegentlich mit nach Hause bringt, wie eine bayrische Weißwurst quasi zu „zuzeln“ und sie dabei auf das dreifache ihrer Länge zu ziehen! Im Ernst, ich wusste nicht, dass Mäuse so dehnbar sind. Da bleibt nur noch Tabea. Ihr mussten vor Jahren wegen einer nicht zu bändigenden Zahnfleischentzündung sämtliche Zähne gezogen werden, bis auf die Fangzähne. Derer hatte sie vier. Bis jetzt. Die dreizahnige Katze bedenkt mich eines bösen Blickes, als ihr ins Mäulchen gucke, tut aber ansonsten nichts. Schmerzen hat sie also keine, das ist wichtig.

Mein Angetrauter sagte, Tabea hätte wohl einen kleinen Kampf gehabt. Zumindest habe er gesehen, dass sich eine große, schwarzweiße Katze auf unserer Treppe eingefunden hätte um offenbar Stunk zu machen. Das muss ein Neuer sein, ich habe bisher hier noch keine schwarzweiße Katze gesehen. Es kommt immer mal wieder vor, dass eine tollkühne Samtpfote meint, in das WG-Revier eindringen zu müssen, aber Vorsicht: Hier regieren die Wahnsinnigen mit eiserner Pfote! Diverse Fellbüschel im Garten und gelegentlich die eine oder andere Schramme künden von einer regen Vorliebe für Zweikämpfe und Gruppenprügeleien. Die Schwarzweiße kommt vermutlich auch nicht mehr, denn laut der Aussage des mir angetrauten Augenzeugen hat unser Finchen den Reviereindringling sehr böse und nachhaltig angeknurrt! Zudem ist sie eine imposant große Katzenerscheinung. Das wirkt! Das ist in etwa so wie der Moment, in dem einem ein Hühne von Mann mit grimmigem Gesichtsausdruck auf der Strasse begegnet und man augenblicklich die Strassenseite wechselt. Man will gar nicht wissen, ob er „eigentlich ein ganz Lieber“ ist; er sieht gefährlich aus. So ist Finchen. Nur fluffiger.

Da ist unser Terrorkrümel also einem Terroranschlag auf seine Person zum Opfer gefallen! Gott sei Dank nur mit geringem (Zahn)Verlust, da der Zusammenhalt in der Katzen-WG beispiellos und das Revierverhalten von Raubtieren (auch von ganz kleinen) instinktiv ist.

Dem Fressen hat das im Übrigens keinen Abbruch getan: der Terrorkrümel kaut Wurst und Fleisch in allen Variationen. Und da sie nur sehr selten grinst, sieht man nicht, dass sie nur noch 3 Zähne hat. Den vierten werde ich mir vergolden und als Kettenanhänger tragen. Haifischzahn kann ja jeder.

 

Ein ganz normaler Morgen

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Das Morgenritual

Kennt ihr das? Die Katze schubst. Sie holt Schwung und knallt mit ihrem Kopf gegen deine Hand. Wenn du Glück hast. Tom hat das ganze auch schon gemacht, als er auf meinem Kopfkissen saß. Verdammt, tut das weh! Katzen haben einen verdammt harten Schädel; ich nicht! Dieses schwungvolle schubsen – oder wie man in Fachkreisen sagt: Köpfchen geben – ist entweder eine Aufforderung oder ein Liebesbeweis (letzterer geht deutlich sanfter vonstatten). In Tom’s Fall heißt das: „Lass mich unter deine Decke!“ Ich hebe die Decke an und der Kater verschwindet darunter, dreht sich 2, 3 mal im Kreis (manchmal sind sie den Hunden erschreckend ähnlich) und rollt sich dann zum schlafen zusammen. Er kuschlig weich, warm und vibriert beim Schnurren. Das ist wie Wellness unter der Bettdecke.

Nach einer angemessenen morgentlichen Kuschelzeit, treibt es mich oder meinen Angetrauten aus dem Bett für einen kurzen Badezimmerbesuch. Bei der Rückkehr lassen wir die Schlafzimmertür einen Spalt offen. Es erfolgt die Begrüßung durch die Katzenmeute gefolgt vom allmorgentlichen Gerangel um den Platz unter meiner Bettdecke. Der Kater wird meist zuerst des Terrorkrümels ansichtig und ist beleidigt, dass er als Priviliegienkater jetzt nicht mehr allein im Schlafzimmer weilen darf. Von nun an stellt sich die Frage: Tabea oder Finchen, wer ist schneller unter der Decke?

Zumeist ist es Tabea. Die rollt sich zufrieden vor meinem Bauch zusammen und beginnt zu schnurren. Finchen riskiert einen Blick, was von Seiten des Terrorkrümels mit einem bedrohlichen, tiefen knurren quitiert wird. Ich male mir ein Kampfszenario unter meiner Bettdecke aus und fürchte um meine Epidermis. Finchen legt sich woanders hin und putzt sich. Eine Übersprungshandlung.

Irgendwann treiben Neugier, Hunger oder irgendwelche anderen Umstände den Terrorkrümel aus seiner Kuschelhöhle und schon ist Finchen zur Stelle: Sie klettert unter meine Decke und macht es sich bequem. Das bleibt nicht unbemerkt: Tabea plaziert sich auf derselben – und zwar genau auf der Stelle an der Finchen liegt – und fängt an, aus Leibeskräften zu treteln. Schön sorgfältig und unter deutlich hörbarem Kralleneinsatz. Ein knurren ertönt unter der Decke. Dann ein ein klägliches Miauen. Tabea trampelt Finchen solange auf dem Kopf herum, bis diese entnervt aufgibt und aus dem Schlafzimmer rennt. Der Terrorkrümel hat gewonnen. Für heute! Denn Finchen beherrscht dieses Spiel ebenso gut. Sie ist allerdings so groß, dass sie sich nur auf Decke und Tabea legen zu braucht und abwarten muss, bis dem zierlichen Kätzchen unter der Last der Main Coon die Luft wegbleibt. Dieses „jag den Gegner aus dem Bett“-Spiel wiederholt sich fast jedes Wochenende.

Hier scheint es bei Katzen und Frauen irgendwie das selbe zu sein: Rache ist subtil,  hinterhältig und Blutwurst!

 

Katzenwäsche

Ich betrete das Bad. Tabea auch. Ich verhindere, dass sie den Toilettendeckel besetzt bzw. in die Schüssel springt, je nachdem, ob der Deckel hochgeklappt ist oder nicht. Dafür werde ich mit einem „Mä-ääh“ beschimpft. Ich nehme Platz auf der Toilette, aus nachvollziehbaren Gründen mit nackten Oberschenkeln. Zum eigentlichen Vorhaben komme ich gar nicht, denn die Katze schickt sich an auf meinen Schoß zu springen. Sie setzt zum Sprung an und…. rutscht ab! Wer schon mal eine von ihrem Platz abrutschende Katze beobachtet hat weiß, dass sie sich mit den Krallen festhalten. So auch Tabea; in meinem Oberschenkel. SCH…..!!!! So muss sich der Prinz gefühlt haben, nachdem er sich durch die Dornenhecke zu Dornröschen durchgekämpft hat!

Jetzt ist Schluss, ich sperre die Katze aus dem Badezimmer und komme dann in aller Ruhe meinen morgentlichen Waschriten nach. Draussen lauert die Meute: Finchen kratzt an der Tür, Gill miaut wie immer zuckersüß, Tabea brüllt und Tom sitzt auf dem Beistelltischchen und hypnotisiert die Tür. Sogar Reddy ist heute mit von der Partie und stimmt in den miauenden Chor ein.

Als ich fertig bin, öffne ich die Tür und gewähre Einlass. Es ist jedesmal das gleiche Bild: Finchen springt zuerst auf das Waschbecken, um von dort einen besseren Überblick über meine Schminkutensilien zu haben und ein Teil zum spielen zu stibizen. Tabea hockt auf der anderen Seite des Waschbeckens um größer zu wirken und mir auf Augenhöhe lautstark mitzuteilen, dass jetzt die beste Zeit zum frühstücken wäre. Tom sitzt auf dem Badvorleger und macht erstmal eine ausgiebige Selbst-Beleckung. Zu Reinigungszwecken. Gill räkelt sich auf dem zweiten Badvorleger, rollt hin und her und hofft auf Bauchkraulen. Und Reddy läuft wie immer rein und raus weil sie sich nicht entscheiden kann, ob sie jetzt in diesem ihr recht unbekannten Raum Angst hat oder nicht. Ein kurzes „Hmnjamnjamnjam!“ genügt, und das Badezimmer ist augenblicklich Katzenfrei. Frühstück!

Warum ich die Katzen überhaupt in Schlafzimmer und Bad lasse? Weil ich es liebe. Weil mir ohne dieses schnurrige Durcheinander jeden Morgen etwas fehlen würde. Und weil ich ohne dieses alltägliche Chaos in der wahnsinnigen WG niemals auf die Idee gekommen wäre, über Katzen zu bloggen. 🙂

 

 

 

 

 

 

Die wahnsinnige Katzen-WG

Ihr dürft gespannt sein: Hier werden wir von unserer Dosenöffnerin vorgestellt damit ihr wisst, wer alles in der wahnsinnigen WG Zuhause ist. ;D

 

Langsam, ganz langsam schleichen sie sich in dein Herz –

der ganz alltägliche Katzenwahnsinn!“

 

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Finn. Der erhabene Kater. Sein schwarzes, seidiges Fell glänzt unvergleichlich schön, ist unendlich weich und glatt. Stolz ist er. Und würdevoll. Im Halbdunkel der Nacht sitzt er auf dem hölzernen Treppenhandlauf im 1.Stock, angestrahlt von dem roten Licht einer Lampe, die unterhalb der Treppe angebracht ist. Seine Haltung erinnert an die Statuen der ägyptischen Göttin Bastet. Mystisch sieht er aus. Die Augen halb geschlossen ist sein Blick fast ein wenig Furcht einflössend. Er erinnert mich an Erzählungen aus dem Mittelalter; Katzen verkörperten für die Menschen den Teufel, besonders, wenn sie schwarz waren. Wenn ich ihn so sitzen sehe, kann ich mir auch denken, warum. Geisterhaft erscheint er, der Finn. Und wunderschön. Regungslos sitzt er da. Seine grünen Augen blitzen mich im Dämmerlicht an, den Blick starr und fest auf mich gerichtet. Ein leises Schnurren. Augenblicklich wärmt es das Herz.

Oh dummer Mensch! Wie kann man so wundervollen Geschöpfen nur so böse nachsagen?

 

 

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Tom. „Der soziale Katz'“. Finn’s Bruder, bester Freund und Weg-Gefährte. Tom ist ein stattlicher, braun-getigerter Kater mit großen Kulleraugen, die so viel verschiedene Stimmungen ausdrücken können, wie ich es bei noch keiner anderen Katze erlebt habe. Tom hat definitiv menschliche Züge. Er teilt seine Wünsche durch miauen in den verschiedensten Tonlagen mit und hat dabei auch noch den passenden Gesichtsausdruck. Und ich bin überzeugt, dieser Kater versteht, was man ihm sagt. Tom ist ein unglaublich dankbarer Kater: Und er hat eine soziale Ader. Er hat bereits die Ankunft 4 neuer Katzen in unserem Haus erlebt (allesamt Mädels, der arme Tom) und alle 4 Neuankömmlinge wurden von ihm in sein Revier und die Gepflogenheiten des Hauses einweiht. Unsere Reddy hat seit ihrer Ankunft bei uns ein Auge auf den schönen, stattlichen Kater geworfen und bis heute läuft sie ihm hinterher und macht ihm Avancen. Tom ist der Sozialarbeiter unter den Katzen. Und der Chef im Haus!

 

 

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Tapsi, Minimieze, Terrorkrümel – der Name ist Programm. Tabea ist genauso laut, wie sie klein ist. Liebenswert und fordernd. Verschmust und kratzbürstig. Ein typisches Frauenzimmer. Da nehmen sich Mensch und Katz‘ nicht viel. Ein Einziges mal hat sie ein wunderschönes, süßes, zartes „Miau“ hören lassen. Das war Zufall und hatte keine größere Bedeutung. Ansonsten sind ihre Worte deutlicher: „Mä-äääääääh!“. Laut. Unüberhörbar. Abwechselnd für Hunger, Aufmerksamkeit, Unmut oder Begrüßung zuständig. Ein „Määäää…“ in der Tonleiter immer weiter nach oben strebend zeigt an, daß es ihr nicht passt, wenn man sie vom Fensterbrett in der Küche pflückt, von wo aus man einen atemberaubenden Panoramablick auf die sattgrüne Landschaft und den Nachbargarten hat. Für diese Unerhörtheit kassiert die erste der anderen 4 Familienkatzen, die vorbeischlendert einen kräftigen Pfotenhieb. Einfach so. Das wissen die anderen. Wenn ich die schimpfende Tabea aus der Küche trage, laufen sie in alle Himmelrichtungen davon.

Am Wochenende entbrennt der allmorgentliche Wettbewerb: Wer ist zuerst unter Frauchens Bettdecke – Tabea oder Finchen? Ich liege auf der Seite, die Hand unter meinem Kopf. Tabea klettert unter meine Bettdecke und legt sich vor meine Brust. Das Köpfchen – mir zugewandt- wird auf meinen Oberarm gelegt und ein Pfötchen liegt an meinem Hals. Sie schließt die Augen und schnurrt leise. Meine Katze umarmt mich! So schlummern wir beide noch ein wenig Arm in Arm, bis der Tag wieder unsere ganze Aufmerksamkeit fordert.

 

 

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Finn’s Vermächtnis – ein Zuhause für Reddy! Unser Finn ging viel zu früh von uns. Einen Monat vor seinem 5. Geburtstag lag er tot im Nachbargarten. Eine Antwort auf das ‚Warum‘ bekamen wir nicht, er war äußerlich unverletzt. Der erhabene Kater bekam seine letzte Ruhestätte in unserem Garten an der Hecke. Eine hübsche Schieferplatte in Katzenform ziert sein Grab. Eine Woche später erklärte ich meinem Mann, dass wir die letzten 2 Jahre mit mehreren Katzen im Haus verbrachten und ich nicht die Absicht hatte, das zu ändern. „Wann willst du hin?“, fragte er. 2 Stunden später befanden wir uns in dem Tierheim, aus dem wir auch unsere Tabea haben. „Ich möchte eine Katze, die sonst keiner will. Eine, die sonst vermutlich keine Chance mehr auf ein schönes Zuhause hätte.“

Ich dachte dabei an „Das Testament einer Katze“ von Margaret Trowton; für mich stammte dieses Testament jetzt von unserem Finn.

„Dann nehmen Sie unsere Reddy mit!“ Reddy war deutlich zu dick. Ihr rot getigertes Fell war stumpf und borstig und sie war total verängstigt.

„Seit sie vor 5 Monaten ins Tierheim kam, kam sie nicht mehr aus ihrer Kratzbaumhöhle, sie frisst auch nicht mit den anderen.“ „Gut, dann hat Reddy jetzt ein neues Zuhause.“ Das Tierheim liegt im Wohnort meiner Eltern. Um nach Hause zu kommen, lagen 500 km Autobahn vor uns. Mit Reddy. Sie hatte die ganze Fahrt über unglaublichen Streß was sich immer daran zeigt, daß sie wie ein Hund hechelt. Zu Hause angekommen, öffneten wir die Transportbox und unser Wonneproppen rannte die Treppe hoch und direkt ins nächstgelegene Versteck, das ihr sicher erschien. In den folgenden 2 Wochen lief Reddy – den Schwanz zwischen die Beine geklemmt – von einem Versteck zum anderen. Aber sie taute auf. Schneller als wir dachten und mehr, als wir je erwartet hätten! Sie lässt sich streicheln, sie legt sich zum schmusen auf meine Beine oder neben mich auf die Couch, sie schnurrt sehr laut, ausdauernd und bei jeder Gelegenheit, sie fordert als Erste das Abendessen für die Meute ein und sie wehrt sich seit neuestem auch gegen unseren Terrorkrümel. „Siehst du“, sagte mein Mann, „ich wußte doch, wir bekommen die Kleine hin“.

 

 

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Finchen, die jüngste und größte im Bunde. Eine wunderschöne, beeindruckend große, noch halbwüchsige ‚blue-cream-torty‘ Main Coon-Dame mit einem unglaublich zarten, süßen Stimmchen; der perfekte Gegenpart zu unserer Tabea. Finchens Miauen ist herzerweichend. Sie ist sich ihrer Größe und Kraft nicht wirklich bewusst – wie ein gutmütiger, tapsiger Riese.

Während Tabea die Holz-Schiebetür zu unserer Küche mühelos mit den Krallen aufzieht, schafft es unser Finchen kaum, sich gegen eine einen kleinen Spalt geöffnete Tür zu lehnen, sie mit ihrer Körperfülle aufzudrücken und sich so Einlaß zu verschaffen. Aber das ist gut so. Nicht auszudenken welches Chaos in unserem Haus ausbräche, würde unsere Coonie merken, daß sie groß genug ist, um eine Türklinke zu bedienen.

 

 

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Gill – die Elegante. Wunderschöne, große Bernstein-Augen, sehr schlank und elegant mit langen Beinen, dunkelgrau mit weißem Unterfell und sie ist kuschelweich – eine Schönheit. Sie ist sehr lieb und verschmust und hat immer ein zartes Schnurren und ein liebliches „Miau“ für ihre Menschen übrig. Gleichzeitig aber ist Gill eine exzellente und gnadenlose Jägerin.

Gill jagt mehrere Mäuse am Tag. Wenn sie wieder auf Beutezug war, legt sie die Mäuse als Geschenk vor unsere Balkontür. Oder sie legt die Mäuse vor Reddys Füßen ab und guckt ihr beim fressen zu. Abends auf der Couch legt sich die warme, weiche, sanfte Gill schnurrend ganz nah an mein Gesicht und ruht sich von den Jagdabenteuern des Tages aus.