„Bob, der Streuner“

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Hallo, liebe Freunde!

Es wird mal wieder Zeit für einen Buchtipp aus der wahnsinnigen WG, denn was gibt es schöneres, als seine Freizeit bei diesem Wetter mit einem guten Buch und einer Tasse Tee eingekuschelt in einer Wolldecke auf der Couch zu verbringen. 😉

Ihr werdet unseren samtpfotigen Helden und sein Herrchen lieben! Erfahrt, wie sich die beiden gegenseitig das Leben retteten und wie tief wahre Freundschaft zwischen Mensch und Tier gehen kann!

Ich liebe die Geschichte von Bob und James, sie nimmt uns mit in das Leben am äußersten Rand der Gesellschaft und erzählt, wie sehr Liebe, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein ein Leben zum Guten verändern können. Und mein Gott, der Kater ist sooooo süß!!!!

„Bob der Streuner“ wurde in insgesamt 26 Sprachen übersetzt und stand über ein Jahr auf der Bestseller-Liste der „Sunday Times“. In der Taschenbuchausgabe erreichte es im Juni 2013 Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste.

„Bob, und wie er die Welt sieht“ (enthält in der Mitte des Buches eine Fotostrecke von Bob und James) ist eine Fortsetzung des Bestsellers und ebenso liebens- wie lesenswert.

Also, liebe WG-Freunde: Bücher kaufen und eintauchen in eine wunderbare Freundschaft!

Bob der Streuner:  Als James den hungrigen, verwahrlosten Kater vor seiner Wohnungstür fand, hätte man kaum sagen können, wer von beiden in schlechterem Zustand war: James war 27, lebte von der Hand in den Mund und schlug sich als Straßenmusiker im Convent Garden in London durch. Aber für diesen klapperdürren, jämmerlich maunzenden Streuner nahm er seine letzten 20 Pfund und ging mit ihm zum Tierarzt. Er pflegte ihn gesund, und als der struppige Kater, den er Bob getauft hatte, wieder bei Kräften war, ließ James ihn laufen. Aber Bob war anders als andere Katzen. Er liebte sein Herrchen mehr als die Freiheit und blieb. Von diesem Tag an begleitete er James auf die Arbeit, immer an seinem Lieblingsplatz, der rechten Schulter. Beide sind heute eine stadtbekannte Attraktion und ihre Freundschaft geht tausenden zu Herzen.“

„Bob und wie er die Welt sieht: Seit Bob da ist, hat sich mein Leben sehr verändert. Ich war ein obdachloser Straßenmusiker ohne Perspektive und ohne eine Idee, was ich aus meinem Leben machen sollte. Nun stehe ich wieder mit beiden Beinen auf der Erde, ich habe meine Vergangenheit hinter mir gelassen, aber ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Ich brauche wohl immer noch Unterstützung, um auf meinem Weg zu bleiben. Zum Glück steht mir Bob mit seiner Freundschaft und seiner Klugheit zur Seite.“

Ps. James und Bob sind gerade dabei ein Katzencafé zu planen, das voraussichtlich 2016 eröffnen soll. Das Cafe wird „Bob’s World Café“ heißen. Ein Teil der Einnahmen aus dem Café werden dem „Animal Rescue Centre“ und den Obdachlosen zugute kommen. London wird also wieder um eine Attraktion reicher sein und allein Bob und James sind einen London-Trip wert! 🙂

 

Erziehung führt nach nirgendwo…

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„Sein auf dem Balkon oder nicht sein auf dem Balkon, das ist hier die Frage!“

Ein unter Katzenneulingen gemeinhin bekanner Irrtum ist jener, dass man sich sein Tierchen in gewisser Weise erziehen könne.

Freilich nicht wie einen Hund; wenn es je den Versuch gegeben hatte eine Katzenschule zu eröffnen, so wurde dieser mit Sicherheit durch konsequente Ignoranz seitens der Katzen im Keim erstickt.

Wobei Ausnahmen ja bekanntlich die Regel bestätigen, es gibt Klickertraining auch für Katzen. Und Leute, die damit erfolgreich sind. Denn Katzen sind ja nicht doof, sie haben nur keine Lust sich erziehen zu lassen. Genauso wie Frauen, aber das ist eine andere Geschichte.

Die wahnsinnige WG sieht das ähnlich. Um ihre Dosenöffner aber nicht zu enttäuschen und bei Laune zu halten, tun sie tatsächlich hin und wieder, was man von ihnen möchte. Freilich nur wenn man hinguckt.

Als eine recht bewährte Erziehungsmethode hat sich die Sprühflasche erwiesen. Tut die Katze etwas das man nicht möchte, ruft man laut „Nein!“ und besprüht sie gleichzeitig mit Wasser. Hat man Glück ist die Katze wasserscheu und es braucht nur einige wenige Anläufe, bis die Katze schon beim Anblick der Flasche das Weite sucht. Vorbildlich haben sich hier Finn und Finchen hervorgetan. Was sie aber nicht davon abhält das von mir unerwünschte Verhalten eben dann an den Tag zu legen, wenn ich nicht da bin (oder wenn sie meinen ich würde es nicht sehen).

Wenn man Pech hat, hat man ein Exemplar der Gattung „Tabea“. Folgende Situation: Ich befinde mich in der Küche und die Katze schickt sich an, auf die Anrichte zu springen und aus der Spüle zu trinken. Ich spritze sie nass und rufe „Nein!“. Sie verlässt tatsächlich die Anrichte nach 2-3 Spritzern,  natürlich nicht ohne zu meckern. Ganz anders verhält es sich, wenn auf der Spüle ein Teller steht, auf dem sich Essensreste befinden. Tabea springt auf die Anrichte und beginnt zu schlecken. Ich rufe „Nein! NEIN TABEA!“, und betätige mehrmals hintereinander die Sprühflasche. Da ich gerade beim Frühstück sitze und nicht gewillt bin aufzustehen und die Katze persönlich von der Spüle zu heben hoffe ich, dass ihr die Nässe irgendwann zuwider wird und sie die Küche freiwillig verlässt. Nix. Die Katze ist triefend nass und schleckt genüsslich weiter, bis ich entnervt aufspringe. Und als ich bei ihr bin und sie mir gerade greifen will springt sie von der Anrichte und verschwindet aus der Küche.

Wobei sich mir hier ein Gedanke aufdrängt: „Erziehung führt nach nirgendwo“ gilt nur für den Erziehungsversuch der Katze durch den Menschen.

Im anderen Fall ist es genau umgekehrt; versucht die Katze den Menschen zu erziehen, ist das durchaus von Erfolg gekrönt. Als Beweis dienen hier folgende Beispiele:

Der Klassiker: „Lass mich raus – ach nee, doch nicht! Oder?“ Finn beherrschte das Spiel perfekt: Der Kater  sitzt an der Balkontür und miaut. Ich gehe vorbei. Der Kater miaut abermals und schaut hoch zum Balkontürengriff.

„Nein, du kommst ja doch gleich wieder rein.“

„Miau?“ (ich weiß nicht wie die das machen, aber Katzen können fragend miauen, wirklich)

„Nein.“

„MIIIAAAAAAAAAAUUU!?“

„Grmpf…..“

Balkontür auf, Kater raus, Balkontür zu.

Er sitzt draussen und guckt. Erst in die Landschaft und dann zur Balkontür. Er steht auf, kommt näher zur Tür uns setzt sich wieder. Ich ignoriere das Spiel und gehe meinem Tagewerk nach. Als ich einige Minuten später aufblicke, sitzt er ganz nah an der Tür und guckt mich treuherzig an (mein Gott, die sind aber auch gut darin!). Ich mache die Tür auf. Der Kater bleibt sitzen und guckt mich jetzt verständnislos an. Als ich die Tür wieder schließen will steht er auf und kommt auf mich zu. Dann er bleibt stehen. Mitten auf der Türschwelle.

Er guckt.

Ich gucke.

„Rein oder raus?“

Er setzt sich und beginnt, sich seine Vorderpfote zu lecken.

„FINN!“ rufe ich streng.

Der erhabene Kater erhebt sich und schlendert mit aller Gelassenheit die er aufzubringen in der Lage ist erhobenen Hauptes und aufgestellten Schwanzes zur Tür hinein. Ich kann gar nicht zählen, wie oft er dieses Spielchen mit mir gespielt hat aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Er hat es immer wieder gewonnen. Somit führt die Erziehung des Menschen durch die Katze durchaus irgendwohin.

 

Ein weiteres schönes Spiel heißt „Gib mir mein Fressen – sofort“. Es ist 6 Uhr abends. Den ganzen Tag über hat man von den Katzen nicht viel gesehen.

Ich sitze auf der Couch, so wie jetzt, und bin mit irgendetwas beschäftigt. Da kommt Reddy um die Ecke weil sie weiß, dass es gegen 7 Uhr Futter gibt. Sie setzt sich in einiger Entfernung von mir auf den Boden, Blickrichtung zu mir. Sie schaut mich eine Zeit lang an und öffnet dann das Mäulchen, zuerst noch ohne Ton. Es folgt ein zartes „Mä“. Sie wartet auf meine Reaktion. Ich ignoriere sie mit einem Lächeln.

Nach und nach drapieren sich auch die anderen Katzen in meiner Nähe, immer in Sichtweite. Sie setzen sich hin und starren mich an. Jede kleinste Bewegung wird registriert. Reddys Tonfall wird deutlicher: „Määäähhhhh….“; sie hört sich an wie ein Flugzeug beim landen. Ich ignoriere sie weiterhin und die Katze schaltet auf Dauerbetrieb: „Määaauu, määaauu, määaau, määaau, määaau, määaau……..“

„Mi?“ fragt Tom und setzt sich auf. „Brrrrrrrp!“ Finchen stimmt also zu. Ab jetzt gehts rund: „Määaauu, määaauu“, „Brrrrrrrp, brrrrrrrp“, „Mi? Miau. MIAU“ „Määääh-äääääh!“

Gill äußert sich nicht dazu. Sie beobachtet das Treiben aufmerksam und lässt die anderen für sich arbeiten. Dafür versucht sie mit „unlaublich-süss-aussehen“ zu punkten. Was ihr gelingt; aber ich sage es ihr nicht, sonst spielt sie diese Karte öfter aus.

Ich muss dringend zur Toilette, traue mich aber nicht aufzustehen, weil ich augenblicklich von einer schreienden Katzenmeute verfolgt werde. „Das liegt daran, dass du sie immer zur gleichen Zeit fütterst. In der Natur kommt die Beute auch nicht Punkt 7 der Katze vors Maul gelaufen und sagt: Abendessenzeit, friss mich. Du solltest die Katzen zu vollkommen unterschiedlichen Zeiten füttern, damit sie sich nicht so an die Zeiten gewöhnen.“ Mein Angetrauter hat wie immer recht.

In den folgenden Wochen habe ich die Katzen zu vollkommen unterschiedlichen Zeiten gefüttert; mal halb 6, mal um 7, mal 9 Uhr abends oder noch später. KON-SE-QUENT! Das Ergebnis?  Es ist halb 6 Uhr abends. Reddy kommt um die Ecke weil sie weiß, dass es irgendwann um diese Zeit schon einmal Futter gab. „Mä“.

 

Mich beschleicht das Gefühl, sie haben mich ganz gut im Griff. Es ist nämlich qietschegal, WANN ich die Katzen füttere. Spätestens um 6 Uhr geht die Belagerung los. Unter einsetzendem Miauen (das zudem immer lauter wird) habe ich jetzt die Wahl: rücke ich das Futter sofort raus und genieße für den Rest des Abends eine himmlische Ruhe oder treibe ich das „Futter gibts später“-Spielchen auf die Spitze und kann mich dafür den ganzen Abend nicht mal mehr am Kopf kratzen, ohne dass mich eine hungrige Katzenmeute anspringt. Ich denke hier haben die Katzen ihren Erziehungsauftrag ein weiteres mal erfüllt.

Vielleicht bin ich auch einfach untalentiert; mein Angetrauter warf mir unlängst einen zu seichten Umgang mit den Tieren vor. „Das sind Katzen, die machen mit dir was sie wollen, wenn du sie nicht zügelst.“ Ich habe beschlossen, demnächst das Klickertraining-Buch nochmal hervorzukramen, das er mir für die wahnsinnige WG geschenkt hat…

Des Katers Zeitvertreib

Unser kleines Wollknäuel 🙂

 

 

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Vor gar nicht all zu langer Zeit lebte in der wahnsinnigen Katzen-WG ein Hund. Richtig. Der Dosenöffner des Hauses hatte Zeit seines Lebens Hunde gehabt und hatte sein Herz an eine Rasse namens „Australian Shepard“ verloren. Das sind unheimlich tolle, gelehrige Hunde, die sehr gern laufen und Aufgaben gestellt bekommen. Unser Filou hatte hellblaue Augen und war weiß-rot gescheckt (red-merle, wie der Züchter sagt).

Ich sage hier „war“, weil er seit etwa einem Jahr nicht mehr in der Katzen-WG wohnt. Da unsere Dosenöffner sehr viel arbeiteten und dem einen oder anderen Hobby nachgingen, hatten sie bald sehr viel weniger Zeit für Filou als es geplant war. Die Schwester unseres Dosenöffners, ihres Zeichens ebenfalls eine sehr große Hundefreundin, musste ihren Liebling nach 12 Jahren einschläfern lassen und so ergab es sich, daß Filou bei ihr ein neues Zuhause fand.

Das war das Beste, was allen Beteiligten passieren konnte: Sie war nicht mehr allein, meine Dosenöffner waren froh, daß Filou in der Familie war uns sie ihn jederzeit besuchen konnten, wir Katzen waren froh, daß das hecktische Wollknäuel uns nicht mehr vor der Nase herumwuselte (obwohl: Finchen und Filou waren Freunde geworden, was sich auch spontan wieder zeigte, als sich die beiden nach 1 Jahr wiedersahen – als wären sie nie getrennt gewesen) aber das Beste kam für Filou selbst: Er durfte eine Ausbildung in der Rettungshundestaffel machen! Die beiden haben schon einige Prüfungen abgelegt (wobei der Hund schon deutlich weiter sei als sein Frauchen, wie sie uns kürzlich persönlich verriet) und Filou wird in den höhsten Tönen von den verantwortlichen Hundeführern gelobt.

Was ja auch kein Wunder ist, wurde er doch in einem höchst kompetenten Katzenhaushalt aufgezogen und erzogen. Herrchen merkte öfter an, das er glaube, der Hund hielte sich für eine Katze. Wie gesagt, wir hatten bei der Erziehung auch ganze Arbeit geleistet; allen voran unser Finn:

Folgendes Szenario ereignete sich des öfteren, als unser Filou noch ein knuffiger, süßer Welpe war. Finn, in Katzenjahren gesehen in jener Zeit in der Pubertät und somit im ausgesprochenen Flegelalter setzte sich gern hinter den Vorhang, der den Treppenaufgang vom Flur trennte. Der Kater saß also am Fuße der Treppe hinter dem Vorhang und wartete. Im Flur auf der anderen Seite des Vorhangs saß Filou. Der versuchte vorsichtig, seeeeehr vorsichtig sein Schnäuzchen durch den Vorhang zu schieben, weil er nur all zu gern die Treppe hinauf ins Wohnzimmer gelaufen wäre.

Patsch!

„Jaul!“

Also noch ein Versuch. Der kleine Kerl strengte sich wirklich an! Ganz vorsichtig steckte der das Schäuzchen wieder durch den Vorhang und…

Patsch!

„Jaul! Winsel! Fiiiiiiep!“

Das wiederholte sich einige male hintereinander. Vom oberen Ende des Treppenaufganges konnte man Finn bei dem Spielchen beobachten: Immer, wenn sich der kleine Filou dem Vorhang langsam näherte, hob der Kater gaaaaaanz langsam die Pfote. Und sobald sich die Hundenase ihren Weg durch den Vorhang bahnen wollte: Patsch! Unsere Dosenöffner wussten genau: Wenn Filou im Flur jault, lässt Finn ihn mal wieder nicht nach oben. Und hätte dieser Kater keine Ohren, ich schwöre, der hätte im Kreis gegrinst!

Aber wie eingangs erwähnt war Filou ein sehr gelehriger Hund. Irgenwann kam er auf die Idee, wenn er es nicht mit Vorsicht durch den Vorhang schaffte, dann eben mit Geschwindigkeit! Der Hund nahm Anlauf – und noch bevor der Kater die Pfote heben konnte, stürzte der Hund die Treppen hinauf in Richtung Wohnzimmer. So! Lektion 1 wäre dann also gelungen: Fasse dir ein Herz und sei mutig!

Als die Vorhang-Nummer nicht mehr funktionierte, suchte sich unser schwarzer, erhabener Kater ein neues Hobby. Die Treppe führt nach oben in ein offenes Wohn-Esszimmer und der Handlauf, der in der oberen Etage den Treppenaufgang einrahmt, ist aus Holz und so breit, daß eine Katze bequem darauf spazieren und schlafen kann. Unsere Dosenöffner nennen den Handlauf auf diesem Grund ihren „Catwalk“. Auf selbigem saß also seit neuestem der Finn, wartete, bis Filou unterhalb des Catwalkes vorbei lief und… Patsch! „Jaul!“ – das Spiel hatte seine Fortsetzung gefunden. Das ging aber nur so lange gut, bis der Hund groß genug war, um sich mit den Vorderpfoten auf den Handlauf zu stellen. Ein Bellen war nicht nötig, der Umstand, daß der Hund plötzlich so groß war, verdutzte den Kater so sehr, daß er das weite suchte und auch diesen Schabernack wohl oder übel aufgeben musste. Auch Lektion 2 war damit abgeschlossen: Alles Gute kommt nicht immer von oben!

Eines Tages hörte ich, wie sich meine Dosenöffner vor Freude und Verzückung gar nicht mehr einkriegten: Dieser Täuscher! Er mag ihn und will es nicht zugeben. Was war passiert? Der schwarze Finn hatte sich unbeobachtet gefühlt und wurde dabei beobachtet, wie er sich im Hundekörbchen liegend ganz eng an Filou geschmiegt hat. Dann stand er auf und hat ihm „Köpfchen gegeben“. Das machen Katzen nur, wenn sie ihre Zuneigung demonstrieren wollen und ihren Freund mit ihren Wangen „markieren“. Die Wangen einer Katze enthalten Duftdrüsen, wenn sie sich also an etwas oder jemandem reiben dann heißt das: du gehörst zu mir. Sobald der Kater seinen Dosenöffner erblickt hatte, nahm er augenblicklich Haltung an: Er streckte sich, so groß er konnte und stolzierte erhobenen Hauptes und aufrechten Schwanzes an Hund und Herrchen vorbei ohne die beiden auch nur eines Blickes zu würdigen. Ein Kater von seinem Rang unterhielt doch keine Freundschaft mit einem Hund! Pah!

Sobald er sich aber unbeobachtet fühlte, sah man den Kater im Hundekörbchen mit Filou kuscheln. Mit der Zeit wurde es dem Kater aber zusehens egal, ob er mit dem Hund gesehen wurde oder nicht, die beiden verstanden sich einfach prächtig! Wobei wir bei Lektion 3 wären: Wahre Freundschaft kennt keine Unterschiede!

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In trauter Zweisamkeit

Und wieder zeigt sich, daß wir Tiere euch Menschen auch immer wieder wichtige Lektionen fürs Leben mitgeben können und deshalb gilt: Wir sollten uns gegenseitig achten und froh sein, daß wir einander haben!

Im diesem Sinne: Ein herzliches Miau aus der Katzen-WG!

 

 

Unser Regenbogenkater

Euch zum Geleit

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Unser erhabener, schwarzer Kater Finn ist leider viel zu früh über die Regenbogenbrücke gegangen, mit nur 4 Jahren. Wir waren sehr traurig darüber und er fehlt uns noch immer sehr!

Aber wäre Finn nicht gegangen, hätte unsere Reddy nicht seine Stelle eingenommen. Reddy war 8 Monate im Tierheim und hätte ohne uns wohl kaum eine Chance auf Vermittlung gehabt – ich bin überzeugt, dass unser Finn uns die kleine Reddy geschickt hat. Folgender Text von Margaret Trowton führte dazu, dass wir nach Finns Tod ins Tierheim gingen:

„Testament einer Katze“

„Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben, denen zu hinterlassen, die sie lieben. Ich würde auch ein solches Testament machen, wenn ich schreiben könnte: Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herz habe, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende verhelfen wird, gehalten im liebenden Arm. Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:’Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh.‘ Such dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurücklasse ist alles, was ich geben kann.“

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„Ich möchte eine Katze, die keiner will. Ich möchte einer ungeliebten Katze ein neues Zuhause geben.“

„Dann nehmen sie unsere Reddy mit!“

Und das war er, der Anfang eines Abenteuers in dessen Verlauf wir eines der größten Geschenke bekamen, dessen ein Mensch habhaft werden kann: Die Liebe und das Vertrauen einer Katze.

Irgenwo habe ich gelesen, daß es Indianerstämme gibt die glauben, dass wenn sie sterben, ihre geliebten Tiere, die schon vor ihnen ihre Reise auf die andere Seite antreten mussten, an der Schwelle zur Totenwelt warten würden, um mit ihnen gemeinsam hinüber zu gehen. Das ist ein wundervoller Gedanke! Wohl dem, der zu Lebzeiten einen tierischen Freund hatte!

 

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Hast du auch schon einmal einen tierischen Freund verloren? Wie bist du mit deiner Trauer umgegangen?