Frauchens Seite

Soooo, heute darf ich also mal ran. Die Rasselbande liegt überall im Haus verstreut, zusammengerollt auf Decken, Kratzbäumen und Heizungen und schläft. Das ist bei diesem nasskalten, stürmischen Januarwetter auch der allerbeste Zeitvertreib für eine Katze. Und das ist die Gelegenheit für mich, ungestört zu schreiben und meinen Senf zu diesem Blog dazu zu geben.

Mein Angetrauter und ich haben also 5 Katzen. Die machen oft Blödsinn. Viel Blödsinn. Sie nutzen quasi jede unbeobachtete Minute, um ihre ureigenen Interessen zu verfolgen und in die Tat umzusetzen. Natürlich gehorchen sie auch. Aber nur, bis man sich umdreht und sie unbeaufsichtigt lässt. Und da wir seit nunmehr 8 Jahren (mein Gott, schon so lange??) in einem Mehr-Katzen-Haushalt leben, haben sich da einige Erfahrungen, Probleme und deren Lösungen, vor allem aber unglaublich viele lustige Anekdoten angesammelt, an deren Niederschrift ich zum ersten mal im September 2015 dachte. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich vor einem Jahr noch nicht einmal wusste, was genau ein Blog eigentlich ist. Eine wage Vorstellung davon bekam ich, als ich in nämlichem September in meiner Kur eine neue Freundin kennen lernte, ihres Zeichens freiberufliche Journalistin. Sie saß oft mit dem Laptop in der Cafeteria und arbeitete so ihre 1-2 Stündchen am Tag. Ich schaute ihr über die Schulter und fand spontan, dass es eine gute Idee wäre, einen Blog über unsere Katzen zu schreiben. Ich liebe Katzen! Das war nicht immer so. Meine stürmische Jugendzeit war u.a. geprägt von einer gewissen Antipathie den felinen Gesellen gegenüber; ich fand sie unberechenbar und eigensinnig. Genau diese Ehrlichkeit und Unabhängigkeit ist es, die ich heute so sehr an den Katzen liebe.

Wie also schreibt man einen Blog???  Man meldet sich auf einer einschlägigen Blog-erstell`-Anbieterseite an und sieht sich (für mein damaliges Empfinden) einem Wirrwar von Buttons, Unterkategorien, Tools, Widges und Anglizismen gegenüber. In der Welt der Emoticons hätte ich jetzt große, runde Glubschaugen und hochgezogene Augenbrauen (schrecklich ist das in diesen Online-Zeiten, mir fehlen die Worte aber das passende Emoticon habe ich direkt im Kopf; ich sollte dringend mal wieder an die frische Luft gehen. „Semikolon/ Gedankenstrich /Klammer zu“. Ich versuchte mich nach drei erfolgreich auf der Website plazierten Beiträgen ans ordnen der selben. Wo auf der Seite steht jetzt was? Wie kommt es dahin? Und wo zum Geier sind die Bilder, die ich hochgeladen hatte?? Mein (mir selbst eingeredeter) Zeitmangel und meine Planlosigkeit führten zu einem kurzfristigen Aufschieben meines Vorhabens.

Irgend eine göttliche Eingebung hielt es für eine gute Idee, dass ich meine alten Schulzeugnisse wieder ausgrabe und mich mit der jährlichen, schriftlich zusammengefassten Beurteilung meiner Person befasse. „Könnte mehr Vertrauen in ihre eigenen Leistungen haben“, „Gibt bei Problemen mitunter zu schnell auf“. HAH! Nicht mit mir! Ich will einen Katzenblog und ich bekomme einen Katzenblog! Stunden habe ich an meinem Laptop verbracht, wieder und wieder habe ich mich hier durchgeklickt und dort ausprobiert und wieder verworfen. Und was soll ich sagen: Sie Mühe hat sich gelohnt! Seit heute morgen ist mir klar, wie man Seiten erstellt, in Menüs anordnet, Beiträge schreibt und Fotos einfügt. Und das Ergebnis wurde heute von meiner Journalisten-Freundin nach einer kurzen in-Augenscheinnahme mit „Dein Blog wird gut!“prämiert. Die Erfahrung zeigt: Nicht aufgeben. Das sind keine Probleme, das sind Herausforderungen zu denen auch immer eine passende Lösung existiert! Und wenn mir das nächste mal eine Herausforderung begegnet, denke ich an meine Schulzeugnisse, das sollte Motivation genug sein. 😉 Mal ganz abgesehen davon würden mir die Katzen in einem erbosten Anfall sicherlich das Mobiliar zerkratzen, sollte ich mich von irgendetwas abhalten lassen, ihren Blog weiter zu schreiben. Und wer einmal wütende Katzen erlebt hat weiß, spätestens dann hat man ein Problem (pardon: eine Herausforderung).

In diesem Sinne: Haltet an euren Ideen und deren Verwirklichung fest, wenn ihr es mit ganzem Herzen wollt und plant auch genügend Kuschelzeit mit euren Samtpfoten ein!

Wish you a purrfect day, Rommy 20160112_172601[1]