Dosenöffneralltag

20160802_155353[1]Jetzt schreibt das Frauchen. Die Dosenöffnerin. Das Personal. Es gibt kein konkretes Ereignis, mehr so immer wieder kehrende Begebenheiten, die ich jetzt zu meinem eigenen Seelenheil dem Katzenblog anvertrauen werde:

Thema 1: „Brechen“

In diesem Katzenhaushalt wird recht häufig gebrochen. Auf den Teppich zum Beispiel. Wahlweise auch auf die Treppe oder vor die Badezimmertür. Ist das ein Spaß, wenn man morgens total verschlafen und mit halb geschlossenen Augen gerade noch verhindern kann, dass man in die Katzenkotze tritt, ausrutscht und sich dabei womöglich den Fuß bricht.

Außerdem werden hier offenbar erlegte Mäuse ‚zerbrochen‘. Ich finde einfach keine andere Erklärung dafür, dass die wild jagende Freigänger-WG Nagetiere mit nach Hause bringt und dann die Hälfte davon im Flur liegen lässt (und ich MEINE die HÄLFTE): mal findet man das Unterteil einer Maus, mal das Oberteil. Auf andere Szenarien möchte ich hier nicht näher eingehen, da sie den Niedlichkeitsfaktor der Samtpfoten bei Nicht-Katzenbesitzern erheblich senken könnten, und das wollen wir doch nicht!

Das „brechen“ beinhaltet auch das ausbrechen durch die Katzenklappe während unserer Abwesenheit durch die überaus niedliche, wie gerissene Gill. Nachzulesen ist das Szenario hier. Zur allgemeinen Belustigung ist hier zu erwähnen, das Dosenöffner und Dosenöffnerin nach mehrwöchigem „Dauerklicken“ der Katzenklappe ganz einfach mal die Bedienungsanleitung lasen, neue, hochwertige Baterien kauften und die Katzenklappe damit ‚repariert‘ haben. Der ganze Zinnober mit der Barrikade war völlig überflüssig! Nicht die Klappe war kaputt, sondern unsere Gedankengänge.

Die WG beherbergt nicht nur Aus- sondern auch Einbrecher. Terrorkrümel Tabea bricht regelmäßig in die Küche ein, indem sie mit ihren Krallen die schwere Holzschiebetür aufzieht. Wir mussten einen Riegel anbringen, damit das Katzentier nicht während unserer Abwesenheit Pfannen ausleckt und aus der Spüle trinkt!

 

Thema 2: „Freigänger Langhaarkatzen“

Besonders spaßig wird es, wenn man zum Personal einer Langhaarkatze mit Freigang gehört, in der Nähe von Feld, Wald und Wiese lebt und das Katzentier sich nur unter Prostest bürsten lässt. Zudem hat sie furchtbar scharfe Krallen, die furchtbar weh tun können, wenn sie uns ihre Meinung sagt!

Diese Katze besteht mittlerweile am Bauch quasi aus Knoten. Man kann diese z.T. nur rausschneiden. Wenn die Katze still halten würde. Einen besonders festen, dicken Knoten ertastet mein Angetrauter unlängst. Nach fachmännischer Befühlung stellt er fest: „Das ist eine vertrocknete Schnecke!“ „IGITT!! Wie kann das denn passieren?? Das ist ja widerlich!“ Wir entfernen das unglücksselige Tier (die Schnecke, nicht die Katze). Und mit ihm, wie jeden Tag, das Material für ein ganzes Herbstdeko-Bastelgruppen-Treffen: unzählige Kletten, getrocknete Blätter, Grashalme, kleine Ästchen mit Dornen, kleine Stöckchen und unzählige, widerstandsfähige Samen irgend einer Gräserart. Unglaublich, was sich da in einer einzigen Stunde so alles ansammeln kann.

Heute regnet es Bindfäden, daher findet sich die Katze zudem patschnass ein, freilich, um sich auf der Couch wieder trocken zu lecken. Ich indes versuche nachher, aus dem verknoteten Fell den Waldbestand zu entfernen und die Katze zu kämmen, wie es einer Main Coon gebührt!

Eben kommt Gill zurück – es regnet wohl immer noch …

Veröffentlicht von

rommyscats

Fünf bekloppte Katzen und eine verheiratete, vergessliche Dosenöffnerin Mitte 30 bloggen alle Unmöglichkeiten aus ihrem (Zusammen)Leben. Die Normalität versucht uns immer wieder einzuholen - aber wir sind schneller!

10 Gedanken zu „Dosenöffneralltag“

  1. Welch humorvoll verfasster Artikel zur diesem Thema. Das mit den früh morgendlichen Überresten ist wohl – Gott sei Dank – nicht nur bei uns so.
    Haben zwar keine Möglichkeit zum Freigang (mitten in der Stadt) aber etwaige Speisereste fand ich erst heute morgen, schön platziert vor der Schlafzimmertüre.

    Das sind meist die Momente in denen man sich wirklich um die Liebe zu seinen Katzen bemühen muss, so rein gedanklich.

    Schöner Blog übrigens, gerade für mich entdeckt. 😉

    Liebe Grüße
    Felix & Katzentrio

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    1. Dankeschön, ich freue mich, dass dir mein Blog gefällt. Es wird demnächst auch wieder mehr von der wahnsinnigen WG zu lesen geben. 😉
      Ja, manchmal kann man seine samtpfotigen Mitbewohner nur mit viel Humor verstehen. 😀
      Liebe Grüße zurück, Rommy und die WG

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  2. wunderbar und humorvoll um- und geschrieben. Danke – dass du mich an eurem Freigänger-Alltag teilhaben lässt… und ich unseren Wohnungskatzen damit auch immer wieder eine „Vorlese-Freude“ machen kann. Ihre „Meinungen“ dazu gehen aber auseinander… sie überlegen schienbar, ob Freigang oder Wohnung „besser“ ist 😀

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    1. Danke dir. Manchmal kann man Freigänger auch nur mit Humor betrachten, sonst verzweifelt man. 😉
      Was Katze angeht, sind Wohnungen bequem und sicher, aber ich denke, manchmal packt sie auch die Abenteuerlust. Vielleicht freuen Sie sich ja über gesicherten Freigang (abgegrenztes Stück Garten oder ein Balkonnetz)?

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    2. leider haben wir keinen Balkon oder abgesicherte Möglichkeiten des Freigangs. Kater war schon mal irritierter, neugieriger Weise auf dem (zur belebten und stark befahrenen Straße) halboffenen Hof, aber nach einigen Sekunden des Geräuschpegelwahnsinns und für ihn unerklärlicher „Dinge“ flüchtete er schnurstracks wieder in die Wohnung… Madame reicht schon wenn das Fenster (mit Fliegengitter) offen ist.
      Ist leider zu laut, zu voll, zuviel Verkehr und zuviele böse (wirklich 😦 ) Menschen hier in der Umgebung

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