Fair zu Pfoten – wir sind Gewinner!

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„Wir, die wahnsinnige Katzen-WG, sind stolz bekannt geben zu dürfen, dass der Einsiedler unserer Dosenöffnerin und dem Katzenwahnsinnblog den „Fair zu Pfoten Award“ verliehen hat! Wir können uns der Meinung des Einsiedlers nur anschließen – unser Personal ist fair zu Pfoten, daher krönen wir diese hohe Auszeichnung mit dem „goldenen Katzenhaar“! Auf der Couch. Oder dem T-Shirt. Wie du willst, Streichelbeauftragte. Jedenfalls wirst du es nicht mehr los. 🙂 Nach dieser Laudatio lassen wir die Preisträgerin selbst zu Wort kommen, indem Sie die mit der Auszeichnung verbundenen Fragen des Einsiedlers beantwortet, Bitteschön!“

Die Preisträgerin betritt das Podium, begleitet von tosendem Applause und freudigem, lauten  Schnurren

„Ähem *Räusper* Lieber Einsiedler, liebe Katzen-WG, hochverehrte Tierwelt und Tierschützer dieser Erde: Es ist mir eine ausserordentliche Ehre, Preisträgerin des „Fair zu Pfoten – Award“ sein zu dürfen! Nie hätte ich damit gerechnet, dass die Erzählungen einer bediensteten Dosenöffnerin mit und über ihre kätzischen Mitbewohner soviel Anklang finden würden! Ich möchte mich aufs allerherzlichste bei allen Menschen bedanken, die Tiere lieben, respektieren, ihnen helfen, sie retten – kurz: Ich bedanke mich bei allem Menschen, die die Natur achten und dies Tag für Tag leben!“

Standing Ovations

„Ich komme nun zur Beantwortung der Fragen:

Was für Tiere leben bei dir, oder um welche Tiere kümmerst du dich? In unserem Haushalt leben 5 Katzen – Vier Europäische Hauskatzen und eine Main Coon. (Was? Leute, jetzt stellt euch nicht so an, wer macht denn hier den Haushalt!?) Ich korrigiere: Die Katzen, mein Angetrauter und ich leben gleichberechtigt unter einem Dach, der Haushalt tut hierbei nichts zur Sache. Bei der wahnsinnigen Katzen-WG handelt es sich um einen getigerten Kater mit seinen 4 Mädels. Das Alter der Katzen liegt zwischen 2,5 und 10 Jahren.

Zudem lebte bei uns etwa 2 Jahre lang ein ebenso liebenswertes wie agiles Hundetier. Da mein Angetrauter und ich leider aus beruflichen Gründen viel zu wenig Zeit für unseren Australian Shepard hatten und wir fair zu Pfoten sind, beschlossen wir, ihn in die Obhut der großartigen Schwester meines Angetrauten zu geben – sie liebt den Hundesport und ist das beste, was unserem Filou in seiner Eigenschaft als Hütehund hätte passieren können! Pia und Filou gehen 2 x täglich 2 Stunden spazieren. Außerdem ist Filou in der Rettungshundestaffel aktiv. Mehrmals wöchentlich wird trainiert. Hier gilt es einen Menschen im Wald zu finden (dieser sitzt dann schon mal 2 Stunden auf einem Baum, bis der Hund ihn gefunden hat) und somit den rettenden Ernstfall zu proben. Die beiden legten schon allerlei Prüfungen als Rettungshund und Hundeführerin erfolgreich ab. Unser Filou und Pia sind DAS Mensch-Hund-Dreamteam!

Als Kind kümmerte ich mich liebevoll und mit ganzem Herzen um meinen frechen Wellensittich Pepi. Nein, der Name stammt nicht aus „Das kleine Arschloch“, diesem Film gab es zu der Zeit noch lange nicht. Mein Vater hatte diesen Namen ausgesucht. Pepi war ganz weiß und hatte einen sattblauen Fleck auf dem Rücken zwischen den Flügeln. Er saß gern oben auf  Türen und wenn diese einen Spalt geöffnet waren, ließ er sich von dort fallen und gelangte so in den nächsten Raum. Wollte man Pepi rufen, brauchte man nur 2 x in die Hände zu klatschen. Manchmal genügte auch 1 x, er kam dann sofort angeflogen und setzte sich auf die Schulter. Manchmal aber nutzte selbst tosender Applause nichts, der Vogel hatte besseres im Sinn. Vermutlich saß er mal wieder vor dem großen Frisierspiegel im Schlafzimmer und unterhielt sich mit seinem Kumpel auf der anderen Seite. Dieses Tier abends in den Käfig zurück zu befördern, hatte oftmals auch etwas von Slapstick – Mann, war das Vieh schlau!

Fast hätte ich es vergessen: Auf unserem Balkon hängt seit einigen Wochen ein Vogelhäuschen in Form eines kleinen Retro-Wohnwagens, welcher sofort von einem Meisen-Pärchen bezogen wurde. Nun zwitschert es von morgens bis abends wie verrückt in dem kleinen Wohnwagen. Auf dem Balkon sitzen die Katzen. Während die einen schnell das Interesse verloren, sieht man Main Coon Finchen öfter beim beobachten des Wohnwagens. Wir haben ihn außerhalb kätzischer Reichweite gehängt. Sollten jedoch die Vögelchen die ersten Flugversuche starten, werde ich ein Auge auf die wahnsinnige WG werfen müssen…

 

Wie hast du die Tiere bekommen oder woher kommen die Tiere? Hier gehe ich chronologisch vor: Den Wellensittich Pepi bekam ich, weil ich nach einem Besuch bei Freunden, die ebenfalls jüngst einen Wellensittich bekamen, meinen Eltern über Wochen Tag und Nacht die Ohren volljammerte – die Hartnäckigkeit lohnte sich zur Freude der gesamten Familie.

An Kater Finn (unsere erste Katze) kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde: neue Nachbarn mit ängstlicher Katze / Katze mit Wurst angelockt / Katze Frühstücksdauergast / Katze 3 Wochen verschwunden / Katze wieder da, Freude allenthalben / einige Wochen später im Wonnemonat Mai: Plausch mit der Nachbarin: Verdacht einer Schwangerschaft der Katze – 3 Tage später: 4 Katzenbabys auf dem Ehebett /  Verschenken der Kätzchen durch die Nachbarin nur an gute Bekannte, von denen sie weis, dass sie mit Tieren umgehen können / „nur mal gucken“ gehen / spontane Verliebtheit in die kleinen Fellknäule / Finn.

Im Dezember brachte ich unseren getigerten Kater Tom von einem Hausbesuch mit nach Hause. Die genauen Umstände werde ich in einem späteren Eintrag schildern. Nur soviel: Wir retteten den Kater aus den Händen eines sehr untalentierten und extrem uneinsichtigen Tierhalters, dem seine zwei von Grund auf unerzogenen Hunde (darunter ein Richback – nicht eben ein leicht zu händelndes Tier) sehr viel wichtiger waren als seine im Rollstuhl sitzende Frau. Kater Tom wurde stundenweise aus dem Keller geholt, damit seine Frau Gesellschaft hat. Ich habe noch nie eine Katze freiwillig so blitzartig in einem Katzenkorb verschwinden sehen, als ich mit selbigem den Keller betrat.

Unser kleiner, frecher Terrorkrümel Tabea stammt aus dem Tierheim Selb. 300 m vom Tierheim entfernt wohnen meine Eltern. Wir waren zu Besuch, und fanden der Besuch des Tierheimes ist eine tolle Idee. Im Dezember sahen wir Tabea dort zum ersten mal. Wir konnten sie allerdings nicht mitnehmen, hatten wir doch (nicht so ganz erlaubter Weise) schon zwei Kater. Zu diesem Zeitpunkt war Tabea schon seit Juli im Tierheim. Im April des darauffolgenden Jahres wurden wir eines großen Hauses habhaft, dem sich eine große Wiese und weiter unten ein Wald anschließt. Wir besuchten wieder das Tierheim und ich entschied über den Kopf meines Angetrauten hinweg (Sorry Schatz!), dass die kleine Tabea bei uns einziehen würde, sobald das Haus renoviert und wir eingezogen seien. Normalerweise werden Tiere im Heim nicht so lange reserviert, aber weil Tapsi schon seit Monaten im Tierheim war, machte man für uns eine Ausnahme. Damit die Mitarbeiter dort meine gute Absichten erkannten, schickte ich jede Woche eine Mail, um mich nach unserer neuen Mitbewohnerin zu erkundigen. Am 31.August war es dann soweit: Ich fuhr 500 km zum Tierheim und holte unseren Terrorkrümel nach endlosen 13 Monaten Tierheim endlich in ihr endgültiges Zuhause.

Drei Jahre später wurde unser geliebter Finn tot von unseren Nachbarn in deren Garten gefunden, wir nehmen an, er wurde angefahren und schleppte sich bis in die Wiese. Ich muss manche Autofahrer in unserer Straße anprangern, die Typen brettern eine steile, mit Schlaglöchern übersähte Straße hoch, wie die letzten Henker – das hat schon einige Katzen hier das Leben gekostet! Rücksichtslose Arschlöcher – der nächste Baum gehört hoffentlich euch!! (Sorry, das musste jetzt raus!) Einige Tage danach waren wir wieder auf Besuch bei meinen Eltern. Natürlich machten wir auf meinen Wunsch hin einen Besuch im Tierheim. Nachdem ich vor längerem durch Zufall das „Testament einer Katze“ gelesen hatte, wollte ich unbedingt einer armen, ungeliebten Kreatur eine Chance geben. Wir nahmen also die rote, etwa 7 kg schwere, total verängstigte Hauskatze Reddy mit dem stumpfen, borstigen Fell mit nach Hause. Nach etwa 8 Wochen mailte ich ans Tierheim ein paar Bilder von Reddy. Dort sagte man, sie hätten nie gedacht, dass „ihre kleine Dicke“  sich so gut entwickeln würde. Sie sollten unsere Reddy jetzt, nach 3 Jahren, mal sehen. Diese mutige, schlanke und neugierige Katze würden die Tierheimmitarbeiter sicher nicht wieder erkennen!

Main Coon Finchen kam zu uns, als wir ein befreundetes Züchterpärchen kurz vor Weihnachten vor 2 Jahren wegen einer ganz anderen Angelegenheit besuchten. Natürlich guckten wir uns den jungen Wurf an. „Die graue ist schön, die würde mir gefallen.“ sagt mein Angetrauter. „Du weißt, dass ich nicht objektiv entscheiden kann,“ ist meine Antwort, „wenn es nach mir ginge, würden wir alle Katzen aufnehmen!“ Natürlich zog Ende Januar eine kleine Main Coon bei uns ein.

Ein halbes Jahr später feierte meine Mutter ihren 60. Geburtstag. Und das Tierheim den Tag der offenen Tür. Während ich telefonisch von Reddy und Tabea berichten wollte, sah sich mein Angetrauter im Internet die neuesten Katzenzugänge an. Wir kündigten unser Erscheinen für den nächsten Tag an. Am Tag der offenen Tür werden die Tiere in diesem Tierheim normalerweise nicht sofort rausgegeben, wegen uns machte man aufgrund guter Erfahrungen und der weiten Entfernung eine Ausnahme. Gill ist eine zuckersüße Katzenmama, deren Kinder schon vermittelt wurden. Mein Angetrauter und ich drucksten herum, weil es sich um Katze Nr.5 handeln würde. Wir hätten sie ja schon ganz gerne… Schließlich sagt er: „Gill nehmen wir mit, dann ist aber Schluß mit Katzen.“ Gesagt, getan, so zog als 5. Mitglied die kleine, elegante Jägerin in der wahnsinnige WG ein.

 

Bist du Veganer oder Vegetarier? Nun, das verhält sich so: Aufgrund einer ebenso nervigen wie lebenseinschneidenden Erkrankung halte ich mich jüngst weitgehend von Milch- und Milchprodukten sowie strikt von Zucker fern. Vermehrt verzehrt werden jetzt Obst und Gemüse aller Farben und Formen, gern auch als Smoothie. Ab und an ein gutes Stück Fleisch oder leckerer Fisch, das ist schon was feines. Weißen Idustriezucker gibt es bei uns  seit 2 Jahren nicht mehr. Im Januar / Februar 2014 machten mein Angetrauter und ich zudem das Experiment „Vegan leben“ (nachzulesen auf der wunderbaren Seite Avocadette.com), das nach einer anfänglichen Einfindungsphase erstaunlich problemlos und schmackhaft verlief. Alles in allem würde ich mich als überzeugten Gesundesser bezeichnen.

Nun lassen Sie uns den offiziellen Teil beenden, und das Buffet samt Smoothie-Bar plündern – ‚Party on‘ für alle Tierschützer dieser Welt!“

 

 

 

Veröffentlicht von

rommyscats

Fünf bekloppte Katzen und eine verheiratete, vergessliche Dosenöffnerin Mitte 30 bloggen alle Unmöglichkeiten aus ihrem (Zusammen)Leben. Die Normalität versucht uns immer wieder einzuholen - aber wir sind schneller!

4 Gedanken zu „Fair zu Pfoten – wir sind Gewinner!“

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