Whats new, Pussycat?

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In Ermangelung eines aktuellen Wachposten-Bildes zeigt die Redaktion alternativ die Silouette einer Katze inmitten der Natur – viel Vergnügen beim Betrachten

There’s a new kid in town! Genauer gesagt ein Kater. Jung, draufgängerisch, mit einem riesigen Katerkopf und kurzem Schwanz. Aber der wächst sicher noch. Ist bei Pubertierenden im Wachstumsschub ja auch so; mal sind die Hände größer, mal die Beine länger…lassen wir das. Wo war ich?

Ach ja, der pubertierende Kater: verschmust bei Menschen, dafür umso biestiger zu seinen Artgenossen. Die Begegnung mit ihm kostete unseren Terrorkrümel unlängst den Fangzahn, die WG berichtete. Nun ist der Schwarzweiße also wieder da. Jüngste Ereignisse bringen dem Kater seinen Namen ein: Aggro-Cat.

Irgendwann diese Woche, 8 Uhr morgens: Im Fenster der Katzenklappe erscheint ein schwarzweißer Katerkopf. Ins Haus gelangt er allerdings nicht, unsere Katzentür funktioniert mit Chiperkennung.

Wenig später höre ich ein tiefes knurren und giftiges Fauchen im Flur. Tom sitzt an der Wohnungstür, Gill gut 2 Meter hinter ihm. Tom knurrt und Gill faucht das furchterregendste Fauchen, das ich von diesem niedlichen kleinen Kätzchen bis jetzt gehört habe. Beide stellen die Rückenhaare auf und haben einen Schwanz, der einer Flaschenbürste nicht ganz unähnlich ist. Vor der Tür: der Schwarzweiße. Er guckt durch die Glastür in den Flur, tigert hin und her und markiert ganze 3 mal unsere Hautür – na Bravo. Ich filme das Spielchen. Nach ein paar Minuten trollt sich der Erfolglose und im Flur kehrt Ruhe ein.

„MMIAAAAAAAAAAACHCHCHCHCHCH!!!!! GRRRRRRRRRRRRIIIIIIIIIIAAAAAAAAAU!“

Das kommt aus dem Esszimmer! Vor der Balkontür kauert Reddy – ebenfalls in Flaschenbürstenoptik – und beschimpft aufs wüsteste den Schwarzweißen, der sich die Nase an der Scheibe platt drückt. Unsere Reddy! Die, die sich einst mit zusammengekniffenem Schwanz unter dem Ofen versteckte, verteidigt ihr Zuhause mutig und entschieden! Der Schwarzweiße ist irritiert. Eine Zeit lang bleibt er auf dem Balkon sitzen, dann wieder stromert er hin und her. Nur zu gern würde er ins Haus kommen! Das dürfte er auch, probierte er nicht dauernd, die Oberhand über die wahnsinnige WG zu gewinnen.

Geht man in die Hocke und streckt ihm die Hand entgegen, kommt er sofort gelaufen, miaut ein unglaublich süßes Miauen, gibt Köpfchen und reibt sich wie verrückt an einem. Freilich nur, um uns dann als sein Besitztum zu markieren. Das wollen wir natürlich nicht, jeder weiß, wie eifersüchtig Katzen sein können. Erscheint aber ein WG-Mitglied hinter der Glastür, springt er sofort dagegen. Jedesmal. Er greift unsere Meute an. Das geht natürlich nicht, also wird der Kater mit Hände klatschen und Zischlauten verjagt. Was ihn natürlich nicht daran hindert, uns jeden Tag einen Besuch abzustatten.

Auch heute morgen trieb uns ein lautes fauchen und schimpfen aus unserem meditativen Osterfrühstücks-Modus. Und wieder ist es Reddy, die dem Ungestümen mutig die Stirn bietet. Die Besuche bei uns werden wohl zu so einer Art Ritual für Aggro-Cat. Seit diesen Vorfällen bezieht die WG Wachposten auf dem Balkon. Von hier hat man eine wunderbare Rundum-Sicht in die benachbarten Gärten und Wiesen.

Vielleicht wird Aggro-Cat ja irgendwann von seinen Besitzern kastriert. Falls er dadurch ruhiger wird, könnte die WG großzügig über einen Neubeginn und den etwaigen Aufbau einer Katzenfreundschaft nachdenken…

 

Veröffentlicht von

rommyscats

Fünf bekloppte Katzen und eine verheiratete, vergessliche Dosenöffnerin Mitte 30 bloggen alle Unmöglichkeiten aus ihrem (Zusammen)Leben. Die Normalität versucht uns immer wieder einzuholen - aber wir sind schneller!

4 Gedanken zu „Whats new, Pussycat?“

  1. Hihi … Das kommt mir bekannt vor. Katzenklappe mit Chip … Schade, dass unsere Damen nicht nur zu alt sind, um das mit der Katzenklappe zu begreifen, sondern auch zu kräftig, um durch eine handelsübliche Katzenklappe zu passen. Wir hatten die bezeichneten Geräusche nämlich, bis dem Nachbarskater eine deftige geschwisterliche Abreibung verpasst wurde, glatt im Haus. Des Nachts. Damals, als die Meute nachts noch Pfoten vors vergitterte Fenster gesetzt hat.
    Bislang ein unbelehrbarer Kollege, der Herr Nachbar, wie mir scheint. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja wie bei Menschen und irgendwann nach Erreichen der vollständigen Schwanzlänge stellt sich auch so etwas wie Vernunft ein. 😉

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    1. Ich habe berechtigte Zweifel an der Annahme, dass vollständige Schwanzlänge und Vernunft miteinander einhergehen. Ich fürchte wohl, beim Nachbarn dürfte es zu spät sein. 😉
      Wenn wir dieses Gezeter im Haus hätten, gäbe es vermutlich ein Blutbad – Respekt vor deinen Nerven!
      Warum sind die Damen eigentlich zu kräftig? Waren die Fütterungen zu wohlmeinend geraten? 😉

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    2. Ich habe mein Zimmer im 2. OG und bin dementsprechend von allem enthoben. Ich hätte es wohl nicht einmal mitbekommen, wenn Motörhead ein Konzert im Wohnzimmer gegeben hätten. 😉
      Was die Korpulenz angeht: In zwei von drei Fällen genetische Veranlagung. Der Vater der drei Mini-Elefanten ist ein ziemlich bulliger Kerl gewesen. Dabei knuspern die beiden Damen nur hin und wieder ein wenig Trockenfutter. Im dritten Fall liegt es an maßloser Gier und mangelndem Erziehungseifer des gewählten Lieblings-Dosenöffners. *gg*

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