It’s a hard knock life for us – Massaker

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So, zuerst machen wir mal ein bisschen Werbung hier, von irgendwas muss dieser Blog ja schließlich leben.

ACHTUNG, WELTPREMIERE: Mein ERSTER, EIGENER Werbeslogan:

„Ooohohoh, Küchenrolle – du bist eine ganz, ganz Tolle!  Ooohohoh, Küchenkrepp – du bringst in den Haushalt Pepp!“ (man stellt sich das ganze unterlegt mit fröhlicher Musik vor)

Genial, oder? Ich wäre der totale Werbeheld! Und das war gar nicht schwer! Ist mir einfach so eingefallen, als ich die Katzennotdurftanstalten grundsaniert habe. Besagte Küchenrolle erwies mir dabei zum wiederholten male unsagbar wertvolle Dienste. Katzentoiletten reinigen ist nix für Weicheier und nur mit einer gehörigen Portion Humor, einer unmenschlich hohen Ekeltoleranzgrenze, Gummihandschuhen, besagter Küchenrolle und in meinem Fall einer Flasche Glasreiniger zu ertragen. Wie schafft Katze es eigentlich UNTER ein Katzenklo zu pinkeln? Und muss die Diarrhoe ausgerechnet NEBEN der Notdurftkiste liegen??

Der Küchenrollenverbrauch der WG ist ohnehin schon erschreckend hoch, hat sich aber an einem schicksalsträchtigen Morgen letzte Woche merklich erhöht: 6 Uhr: Es rumpelt im Haus, gefolgt von einem lauten „Meeeeeeaaaaaaau!!!“, fauchen, spuckenden Lauten und Kampfgetöse. Ich trottele im Halbschlaf ins Wohnzimmer und brülle durchs Haus: „EEEEEEEEY!!!!!! Jetzt ist hier Ruhe, verdammt!“. Stille. Ich trottele zurück ins Bett und schlafe weiter.

Als mein Angetrauter und ich eine Stunde später dann doch das Bett verlassen müssen, fällt mir auf dem Wohnzimmerboden ein kleiner verschmierter Blutfleck auf. Nichts ungewöhnliches; seit wir eine Katzenklappe haben säumen Mäuseleichen unseren Weg. An den Spuren kann man schön erkennen, wohin die armen Tiere schließlich zum Verzehr verschleppt wurden. Manchmal lässt die bekloppte WG auch mal eine Maus für uns liegen. Damit wollen sie auch was zum Erhalt ihrer Familie beitragen; sehr löblich!

Nach einem angemessenen Frühstück („Oooooooh Müsli, du schmeckst sogar mit Süßli!“ – Mann, bin ich gut!) betreten mein Angetrauter und ich den Flur. Uns trifft fast der Schlag: Blutflecken! Richtige, dicke Blutstropfen! Ganz frisch und hübsch neben der Eingangstür bis hin zum Badezimmer verteilt. Sieht aus als wäre sich die wahnsinnige WG gegenseitig an die Wäsche gegangen! Im Moment herrscht hier Zickenkrieg vom Feinsten: Tabea gegen den Rest der Welt! Mehrmals am Tag sitzt Gill mit aufgestelltem Hahnekamm und buschigem Schwanz unter dem Couchtisch und faucht. Der Terrorkrümel rennt wie aufgescheucht durchs Wohnzimmer auf der Suche nach einem neuen Opfer. Und findet es schließlich in unserer wehrlosen Couch…

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4 Jahre lang stand unsere wunderschöne Kunstledercouch mehr oder weniger unbehelligt in unserem Wohnzimmer. Jetzt hat sie Poren. Wie eine Echtledercouch. Wie eine Echtledercouch aus der Haut eines Tieres, daß einem wild gewordenen Stachelschwein zum Opfer gefallen ist! Oder einer bekloppten Katze. Hier schließt sich der Kreis…

Ob sich die wahnsinnige WG gegeseitig zerfleischt hat? Augenscheinlich nicht; ich habe jedenfalls an keiner der Felinen Verletzungen oder ein verändertes Verhalten feststellen können.

Ich verabschiede den mir Angetrauten,  wie es sich für die brave Ehefrau (*hüstel*) gehört und eile in die Küche, um die Heilige Zweifaltigkeit Küchenrolle und Glasreiniger zu holen. Zum Grobschmutz entfernen sind die beiden unschlagbar!

Oft sind meine Reinigungserfolge auch nur von kurzer Dauer. Ich bin fertig mit putzen und lümmele mich zufrieden mit meinem Laptop auf der Couch, derweil mein Angetrauter nach unten in sein Musikzimmer gehen will.

„Katzenkotze!!“ tönt es von unten.

„Oohohoh Küchenrolle….“

Seit neuestem scheint sich auch im Außengehege die Möglichkeit von Kämpfen erhöht zu haben. „Der Neue“ ist wieder da. Und zwar regelmäßig. Ein junger, unkastrierter, zutraulicher schwarz-weißer Kater mir einem großen Kopf, einem vergleichsweise zierlichem Körper und dicken Eiern. Und so verhält er sich auch. Er kommt regelmäßig zu kleinen Revierkämpfchen vorbei. Dieser Kater hat den Terrorkrümel unlängst einen Fangzahn gekostet – die WG berichtete.Jetzt sitzt er regelmäßig entweder auf unserem Balkon oder an unserer Haustür und bringt die WG in Aufruhr. Tom und Gill kommen aus dem fauchen und verteidigen gar nicht mehr raus! Tabea erfuhr am eigenen Leib wie es ist, wenn regelmäßig einer zum vermöbeln vorbeikommt. Und die Nachbarschaft hat einen neuen Terrorkater; somit wird die WG nicht mehr als die einzigen Verdächtigen gehandelt…

 

Veröffentlicht von

rommyscats

Fünf bekloppte Katzen und eine verheiratete, vergessliche Dosenöffnerin Mitte 30 bloggen alle Unmöglichkeiten aus ihrem (Zusammen)Leben. Die Normalität versucht uns immer wieder einzuholen - aber wir sind schneller!

6 Gedanken zu „It’s a hard knock life for us – Massaker“

    1. Ich halte das ja mittlerweiler für ein Komplott, das uns zermürben soll. Wenn wir dann resigniert in der Ecke sitzen, reißen die Katzen die Weltherrschaft an sich…
      „Der Pinky, der Pinky und der Brain, Brain, Brain, Brain…“ (Was die Mäuse nicht geschafft haben, schaffen vielleicht die Katzen 🙂 )

      Gefällt 1 Person

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